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Vulcanair legt robusten Ganzmetall-Hochdecker neu auf


27 April 2015

Man reibt sich die Augen, wenn man die Vulcanair V1.0 von weitem sieht, so sehr ähnelt sie äußerlich der Cessna 172. Das Flugzeug stammt aus Italien und geht auf einen Entwurf von Professor Luigi Pascale zurück, die P64 aus den 60er Jahren.

 

Vulcanair konnte sogar deren Type-Certificate nochmals her nehmen und dadurch eine reibungslose Zulassung erreichen. Trotz dieser Vorgeschichte ist die V1.0 keinesfalls ein altmodisches Flugzeug.

Die Passagierzelle ist von einem Stahlrohrgerüst umgeben, das für hohe passive Sicherheit sorgt. Auf der rechten Seite ermöglichen zwei Türen ein rasches und bequemes Einsteigen, - praktisch vor allem für Flugschulen, wenn die Schüler Plätze tauschen. Die Motorhaube ist ebenfalls auf Alltagstauglichkeit optimiert: sie kann rechts und links mit Schnappverschlüssen geöffnet werden und ermöglicht einen direkten Zugang zum Motor. Hier handelt es sich um einen Lycoming IO-360-M1A, er zeichnet sich durch einen moderaten Treibstoffverbrauch aus und kommt, sofern kein AVGAS getankt werden kann, auch mit alternativen Benzinsorten aus. Zusammen mit dem (optionalen) 2-Blatt-Verstellpropeller ermöglicht er bei 75% Leistung eine TAS von 130 Knoten. Die maximale Reichweite wird mit 591 NM angegeben (3 Personen, 45% Leistung in 10.000 ft, 45 Min. Reserve). Sehr robust ausgelegt ist auch das Fahrwerk, vortrefflich geeignet für die Landungen von Ungeübten. Die Radverkleidungen erscheinen riesig. Zur Wartung sind sie leicht demontierbar.

Ein Blick nach innen: Derzeit ragen noch Steuerknüppel aus dem Panel, für die Serie sind jedoch Steuerhörner vorgesehen, von der Form, wie man sie von der Concorde noch kennt und auch in den Flugzeugen von Embraer findet. Am Panel dominieren – zeitgemäß – ein Garmin G500 sowie das GTN650. Auch die Engine- sowie die Standby-Instrumente sind digital. Für die Schulung von Fortgeschrittenen ist auch eine volle IFR-Instrumentierung lieferbar.

Preislich liegt die V1.0 bei ca. 200.000 EUR (zzgl. MwSt). Sie wird ab August bestellbar sein, die Lieferzeit wird bei ungefähr vier Monaten liegen. Musterbetreuer Markus Lüer aus Neunkirchen-Seelscheid (NRW) bietet neben der V1.0 auch die gesamte Produktpalette des italienischen Herstellers an.

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